Chronik des Schützenvereins

Die Großgemeinde in der Beilstein eingebettet ist - mit insgesamt 10 Ortsteilen -
heißt Greifenstein. Unweit der Städte Herborn und Wetzlar - im Lahn-Dill-Kreis -
noch mitten in der Natur, eingeschlossen von Wäldern und Wiesen.
Hier ist der Schützenverein 1970 e.V. Beilstein zu Hause.

Im Frühjahr 1970 hatten vier Männer - Lothar Mack, Willi Schwahn,
Heinz-Gerd Droß und August Mack - die Idee einen Schützenverein zu gründen.
Willi Schwahn, damals aktiver Schütze in Mademühlen, wurde beauftragt,
die Sache in die Hand zu nehmen.

Am 23. Juli 1970 fand im Gasthaus Hartmann die Gründungssitzung statt.

                   

An diesem Abend gründeten 11 Schießsportinteressierte den Schützenverein 1970 Beilstein.
Eröffnet wurde die Sitzung von Willi Schwahn.
Anwesend waren:
Willi Schwahn, Sibille Koob, Lothar Mack, Horst Mack, Harald Schmidt, Bernd Germann,
Ulrike Schweitzer, Rainer Zirzow, Heinz-Gerd Droß, Peter Schmidt und Günter Koob.

Gewählt wurde der Vorstand:
1. Vorsitzender     Willi Schwahn
2. Vorsitzender     Horst Mack
3. Vorsitzender     Lothar Mack
Kassierer              Bernd Germann
Schriftführerin    Ulrike Schweitzer
Die Satzung, für den Schützenverein 1970 Beilstein, wurde einstimmig angenommen.

In diesem Jahr wurden noch Mitglied:
August Mack, Günther Hartmann, Siegfried Hermann, Albert Nickel, Hans-Jürgen Philipps,
Dieter Stahl, Luise Ernst, Erich Hemann, Birgit Nickel, Benno Schaffarz und Erwin Unzeitig.

Der junge Verein setzte sich gleich das Ziel, an Rundenwettkämpfen teilzunehmen.
Zuvor mussten jedoch Schießstände errichtet werden.
Vier Schießstände mit Seilzuganlagen, aus alten Handbohrmaschinen, wurden selbst gebaut
und im Saal des Gründungshauses eingerichtet.
Bereits Ende 1970 konnte man die noch handbetriebene, manuellen Schießstände einweihen
und in Betrieb nehmen. Schnell fanden sich interessierte Beilsteiner, die dem Schießsport
ihr Herz schenkten und den Trainingsbetrieb aufnahmen und vorantrieben.

Das erste Erfolgserlebnis, in den Rundenwettkämpfen Luftgewehr, war am 26. Januar 1973.
Der Sieg gegen Wissenbach wurde gefeiert.

Für den Kirmeszug wurde ein Traktor mit Wagen geschmückt.

                    Kirmeszug

Der Verein bemühte sich in dieser Zeit, stets neue Mitglieder zu gewinnen.
Ende 1973 wurden neue Zuganlagen installiert, bei gleichzeitiger Erweiterung der Schießanlagen
von vier auf sechs Stände. Die Seilzüge wurden immer noch manuell angetrieben,
hatten aber eine Verbesserung gegenüber der Handbohrmaschine.

Fleischbraten, in der Glut, war schon immer ein Genuss!

In der Wettkampfrunde 1973/74 ging man, zum ersten Mal,
mit zwei Luftgewehrmannschaften
an den Start.

Am 2. Februar 1974 fand die erste Generalversammlung, nach der Gründungsversammlung, statt.

Das Treffen war beim "City".

                    beim "City"

1974 war das erste Wanderpokalschießen für die Ortsvereine, an dem sich 19 Mannschaften beteiligten.
Sieger wurde Heimat- und Verkehrsverein Beilstein.
Sie gewannen den, von Peter Rauchholz, gestifteten Wanderpokal.

Im Kirmeszug konnte sich der Schützenverein wieder sehen lassen.

Kirmeszug Kirmeszug

Im Winter hatte man Zeit zum Fleischbraten.

Fleischbraten Fleischbraten

Das Jahr 1975 sollte zum Erfolgreichsten in der kurzen Vereinsgeschichte werden.
Im Februar konnte die 1. Mannschaft den
Meistertitel in der Grundklasse 8 feiern.

Das erste Königsschießen fand am Ostersamstag statt. Es wurde, Dank der Initiative
von Adolf Krebs, in der Gaststätte Hartmann auf eine verdeckte Ehrenscheibe geschossen.
Den besten Schuss gab Friedhold Bier ab. Er wurde der 1. Schützenkönig des Vereins.
Als
Königin wählte er sich Margarete Krebs aus.
Sein Hofstaat setzte sich zusammen aus dem 1. Ritter Friedhelm Würz und dem 2. Ritter Arno Peter.
Die Ermittlung des Schützenkönigs und der Schützenkönigin samt Hofstaat wurde seitdem ein
sich
jährlich wiederholendes Ritual.

Die Königsproklamation fand auf der Beilsteiner Kirmes statt,
die unser Verein ebenfalls zum ersten Mal ausrichtete.

Verbunden wurden Kirmes und Königsproklamation mit der Weihe unserer Vereinsfahne.

                Fahne

Adolf Krebs war es zu verdanken, dass wir das Tambour-Corps Düsseldorf-Lohausen und
den Husarenzug aus Düsseldorf-Kaiserswerth als Gäste begrüßen konnten. Ein besonderer Höhepunkt
war der "Große Zapfenstreich", der von unseren Düsseldorfer Gästen gespielt wurde.

Königspaar Fahne

Im Kirmeszug wurde die 1. Hürde genommen.

Der Verein wurde 1975 beim Amtsgericht Herborn im Vereinsregister eingetragen.
Der Vereinsname ist jetzt "Schützenverein 1970 e.V. Beilstein".

Am 6. Dezember 1975 wurde erstmals eine Weihnachtsfeier veranstaltet,
die allen Beteiligten noch lange in guter Erinnerung blieb.

Beim Ortspokalschießen wurde 1976 erstmals eine getrennte Wertung für Damen und Herren
durchgeführt. Den hierfür erforderlichen neuen Wanderpokal stiftete Willi Schwahn.

Beim Königsschießen am 17. April errang Werner Heuser die Königswürde.
Seine Frau Anna stand ihm als Königin zur Seite.
Die Proklamation des neuen Königspaares fand, im Rahmen des ersten Königsballes,
im Dorfgemeinschaftshaus Beilstein statt.

Königspaar

Im Juli wurde ein Zweitagesausflug nach Düsseldorf-Kaiserswerth unternommen.
Dies wurde einer der schönsten Ausflüge, in der Geschichte des Vereins.

"Eine gute Arbeit im Bereich des Nachwuchses heute,
ist das Kapital eines Vereins von morgen"
.
Unter Beachtung dieser Maxime wurde, im Herbst 1976, die erste Jugendabteilung ins Leben gerufen.
Sie brachte dem Verein einen deutlichen Zuwachs.
Insbesondere die damals 14 und 15 Jahre alten Teenager, belebten ihn sehr.

Der Nikolaus beschenkte die Kinder und abends war die Weihnachtsfeier.

1977 gab Arno Peter bei dem Königsschießen den besten Schuss ab und wurde Schützenkönig.
Seine Frau Marlies wurde zur Schützenkönigin gekrönt. Zum Königsball wurde das amtierende Königspaar
vom Verein und der Beilsteiner Blasmusik zu Hause abgeholt.

Für den Kirmeszug hatten auch Jugendliche tolle Ideen!

Die aktiven Schützen beteiligten sich, in diesem Jahr,
erstmals an der Durchführung der inoffiziellen Knotenpokalrunde
.

Das Fleischbraten wurde zur Tradition

 

Vereinschronik